Schnuppe-Logo
Birgit Schuster
Fotos
Schnuppe  Programm
Schnuppe  Theater nach Maß
Schnuppe  Über mich
Schnuppe  Kontakt/Links
Schnuppe  Impressum
Schnuppe  
Home


Über mich

Künstlerischer Lebenslauf
Zeitungsartikel

Zeitungsartikel

2010
2008
2007
2006
2005
2004
   Ostsee-Zeitung (17. März): Von außen betrachtet sieht manches anders aus

2003
2002
vor 2002


 Andreas Küstermann in der Ostsee-Zeitung vom 17. März 2004

Von außen betrachtet
sieht manches anders aus

Premiere: Insel Ahoi oder komm, wir bauen uns ein Schiff

Sassnitz - Das neue Sommerstück von Birgit Schuster ist da. Woran man das merkt? Barfuß die Schauspielerin und Intendantin, eine Kühlbox, ein Sonnenschirm und ein Tuch auf einem Tisch, das Strand suggeriert. Nicht zu vergessen die groß Latz-Spielhose, in der "Schnuppe" Freizeit suggeriert. Anstrengend sei das kein bisschen, nimmt sie den Dialog mit dem zahlreichen jungen Publikum im Saal des Grundtvighauses auf. "Liegen und faul sein ist gut. Da habe ich die besten Ideen."
"Wuff" macht es in einer völlig anderen Stimmlage und schon findet man sich mitten drin in einer Idee. Denn der bellende Hund, der bewacht einen Sack am Ende des Strandes und eine Regentonne. "Seid ihr noch alle da?", lässt Schnuppe den Hund sagen und veralbert den von ihr ungeliebten Kasper, als die Kinder Kasper-gewohnt "ja" antworten: "Ihr seid doch gar nicht gemeint." Wer dann?

Der Hase, genannt "Jammerlappen", die Katze als "Dickbauch" und Hund, von einzigen menschlichen Inselbewohnerin "Dummkopf" gerufen. Er soll aufpassen auf die beiden anderen Tiere, sonst setzt es was. Die aber erzählen ihre Geschichte, warum sie von der immer nörgelnden Bewohnerin gefangen wurden und die pure Spiellust von Birgit Schuster zieht alle ins Stück.
Geschichten erzählen, Requisiten umwandeln – das sind ihre großen Stärken und so wundert sich niemand, als aus der Kühlbox ein voll eingerichtetes Haus mit integriertem Blumengarten, der große Sonnen-schirm eine Tanne mit dem Lieblingsplatz der Katze wird und im übrigen alles mehrfach besetzt und mit vielen Untertexten versehen ist. Der Strand ist nun die Insel. Natürlich finden die Tiere eine Einigung, lösen ihre Probleme und schaffen sich ein völlig neue Sicht der Dinge. Unlösbares wird gelöst

und der Weg der Solidarität ist im Stück so real, dass die kleinen Gäste ihn auch ohne großen Zeigefinger kaum verfehlen können. Von den fremdbestimmten, negativen Attributen der Tiere kommen sie wieder auf ihre selbstbestimmten, eigenen Namen und statt sich zu verstecken, nehmen sie gemeinsam die Sache in die Hand. "Für die Erwachsenen ebenso die Spiellust pur", zeigt sich Robert Denier mit Heike Kaltenbach und den beiden Kindern Milli und Mirco begeistert. Stammgäste, wie viele andere an diesem Sonntag morgen beim Sonntagscafé.
"Da hinten läuft eine Maus, und wer sie fängt, kann sich eine Pelzkappe davon machen", ruft Birgit Schuster zum Abschluss ins Publikum. Ein Schluss nach ihrem Geschmack. Mit Schmunzeln und ganz leicht. Mehr Infos gibt's unter www.schnuppe-figurentheater.de

Andreas Küstermann

Seitenanfang
Seitenanfang
Seitenanfang