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   Ostsee-Zeitung (12. Oktober): Peters Erlebnisse amüsierte Kinder
   Ostsee-Zeitung (21. Februar): Einfach zum Liebhaben - der kleine Eisbär Lars

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 S. VITZDAMM in der Ostsee-Zeitung vom 12. Oktober 2006

Peters Erlebnisse amüsierte Kinder

Birgit Schuster handhabte Peter, seinen Großvater, den Wolf und alle anderen Puppen virtuos.
Birgit Schuster handhabte Peter, seinen Großvater, den Wolf und alle anderen Puppen virtuos.

Zingst. Die Zingster Kurverwaltung vernachlässigt auch ihre jüngeren Besucher nicht und so finden regelmäßig im Kurhaus Veranstaltungen für Kinder statt. Das Schnuppe-Figurentheater führte gestern „Peter und der Wolf“ nach der Komposition von Sergej Prokofjew auf.
Birgit Schuster - in Personalunion für Bühnenaufbau, Puppen, deren Stimmen und Musik verantwortlich - handhabte die Puppen virtuos und imitierte die Stimmen von Peter, dem Wolf und den anderen Mitwirkenden. Die etwa 40 Kinder und halb so viele Erwachsenen erlebten live den Aufbau der Bühne, die aus Dingen besteht, die Birgit Schuster selbst als Sperrmüll bezeichnete. „Also aus Dinge, die sich gegen das Auf-den-Müll-werfen sperrten“, sagte sie. Eine Beschreibung als liebevoll improvisierte Puppenbühne traf es wohl besser. Ein alter Koffer stellte das Haus dar, eine ausrangierte

Badematte die grüne Wiese und ein löchriger Schirm die Baumkrone.
Mit der gleichen Liebe fürs Detail sind die Puppen gestaltet. So sah man Peter seine Lausbubenhaftigkeit sofort an, der Großvater hatte die obligatorische Glatze und trug altmodische Großvatersachen, und der Wolf war dunkel, groß und böse. Für alle, deren eigene Kindheit zu lange her ist und die keine Kinder haben, sei die Geschichte kurz zusammengefasst. Peter verbringt seine Ferien beim Großvater, der ihn davor warnt, den Garten zu verlassen, weil sonst der große, böse Wolf kommt. Peter hört natürlich nicht auf seinen Großvater und das Ende der Geschichte ist, das der Wolf wirklich kommt und Peter ihn fängt.
Das ganze Geschehen wird untermalt von der genialen Komposition von Prokofjew, die jeder Person ihre charakteristischen Töne verleiht. Theater für Kinder ist natürlich im

mer interaktiv. Nach einem anfänglich kurzen Moment der Zurückhaltung gingen die kleinen Zuschauer zu wahren Lachstürmen über und tauchten voll und ganz in die Geschichte ein. Politisch unkorrekt, wie Kindern nun mal sind, kreischten sie vor Vergnügen, als der Wolf die Ente fraß, und verrieten den im Baum sitzenden Peter an den bösen Wolf. Zum Glück stimmt aber die Moral der Geschichte, der Wolf wird gefangen und spuckt die Ente wieder aus.
Die ewig junge Geschichte - mit viel Wortwitz erzählt - verzauberte auch die älteren Zuschauer. Die Aufführung wurde mit einem stürmischen Applaus belohnt. Die Kinderveranstaltungen der Kurverwaltung werden von den Eltern, die in Zingst ihren Urlaub verbringen, gern besucht, und auch die Mutterund-Kind-Klinik bietet ihren kleinen Gästen den Besuch der Veranstaltungen an.

S. VITZDAMM


 V. KÖNEKE in der Ostsee-Zeitung vom 21. Februar 2006

Einfach zum Liebhaben - der kleine Eisbär Lars

Greifswald Neugierig, niedlich und einfach zum Liebhaben - Lars, der kleine Eisbär. Es gibt wohl kaum ein Kind, das die Zeichenfigur von Hans de Beer nicht kennt. Nun führt das Theater Vorpommern zwei zu einem Stück verbundene Geschichten des eigenwilligen Eisbärjungen als Puppenspiel auf. Es ist das erste reine Puppenstück des Theaters und richtet sich vorrangig an Kinder zwischen drei und acht Jahren. Allerdings meint die gelernte Puppenspielerin und studierte Pädagogin Birgit Schuster: "Alle guten Kindergeschichten sind auch für Erwachsene interessant." Schuster hat sich ganz alleine um das komplette Stück gekümmert - von der Idee, über die Inzenierung bis zum Bühnenbau. Außerdem spielt und spricht sie alle Puppen. Bei seinen Reisen und Abenteuern lernt der Eisbär Lars fremde Tiere und

Kulturen kennen und erfährt, dass man trotz Verschiedenheit glücklich zusammen leben kann. Birgit Schuster setzt diese Reisen geschickt und einfallsreich auf der kleinen Bühne mit dem aufgebauten Krankenzimmer, in dem die Rahmenhandlung des Stückes spielt, um. Da wird ein Tablett schon mal zur Eisenbahn, die Bettdecke zum Dschugel oder eine Wärmflasche zur Eule. "Ich will den Kindern zeigen, dass man mit Phantasie auch schwierige Situationen durchstehen kann", erzählt Schuster, die sich schon seit 20 Jahren dem Puppenspiel verschrieben hat und bisher mit mobilen Produktionen unterwegs war. Reale Welt und Phantasiewelt liegen ihrer Meinung nach oftmals nah beieinander. "Kinder haben stets viel Spaß daran, mit Alltagsdingen zu spielen und sie zu verwandeln", fügt sie an.

Donnerstag ist Premiere für Lars, den kleinen Eisbären im Theater Vorpommern. 50 Minuten dauert das Stück in etwa. Die Vorstellungen für Februar und März sind allerdings komplett ausverkauft. "Greifswald hat ein tolles Publikum. Das Theater ist immer voll und die Kinder sind für alles offen", lobt Schuster die Hansestadt. Nach dem Erfolg von Pettersson und Findus plant das Theater sogar ein Puppenspiel speziell für Erwachsene.

V. KÖNEKE

Lars und sein Freund der Tiger Theo erleben im Theater Vorpommern als Puppenspiel allerlei Abenteuer.
Lars und sein Freund der Tiger Theo erleben im Theater Vorpommern als Puppenspiel allerlei Abenteuer.

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