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Zeitungsartikel

Zeitungsartikel

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   Ostsee-Zeitung (16. November): Heimatmuseum wird Puppen-Königreich
   Ostsee-Zeitung (26. Juni): Pinocchio begeistert Jung und Alt

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vor 2002


 ANDREAS KÜSTERMANN in der Ostsee-Zeitung vom 16.November 2007

Heimatmuseum wird
Puppen-Königreich

Von ANDRES KÜSTERMANN

Göhren. Die Adventszeit naht unaufhörlich. In Göhren beginnt sie schon am kommenden Wochenende. So wird morgen im Heimatmuseum die traditionelle Sonderausstellung zur Adventszeit eröffnet - "Das Königreich der Puppen". Dabei handelt es sich um eine Werkschau, die mit dem Schnuppe Kinder-Figuren-Theater von Birgit Schuster erarbeitet wurde. Bis zum 2. März des kommenden Jahres wird sie in dem geschichtsträchtigen Haus zu sehen sein.

Für die Mitarbeiter des Mönchguter Museum im Zusammenhang mit der heimlichen Zeit nahe, Märchen und Geschichten nicht nur zu erzählen,

sondern diesen sozusagen Leben einzuhauchen. "Und wer kann das besser als eine Puppenspielerin", sagt Torsten Bänsch, der sich für die Öffentlichkeitsarbeit des Mönchguter Museums verantwortlich zeigt.

Die vielen großen und kleinen Figuren und Theaterpuppen, die Birgit Schuster für ihr umfangreiches Repertoire braucht, stellt die freiberufliche Puppenspielerin, die 1998 nach Rügen zog, selbst her. Viele dieser Puppen und Requisiten haben bis zur nächsten Aufführung "nichts zu tun", und so kam Museumsleiterin Ellen Melzer der Gedanke, sie ins Museum einzuladen und hier einem breiten Publikum vorzustellen. Jedes Jahr gibt es auch im Schnuppe-Figuren-

Theater eine neue weihnachtlich stimmungsvolle Inszenierung, die aber noch nicht verraten wird. Gesagt werden kann aber, dass die Ausstellungseröffnung von 18 Uhr an mit einem Puppenspiel einhergeht. Birgit Schuster will die Kinder und die Erwachsenen mit ihrem Stück "Die drei kleine Schweinchen" begeistern. Es ist das alte Märchen von den drei Schweinchen, die in die Welt hinaus ziehen und sich jedes ein eigenes Häuschen bauen, das Jüngste eines aus Stroh, das Mittlere eines aus Holz und das Älteste ein festes Haus aus Stein.


 CORNELIA MEERKATZ in der Ostsee-Zeitung vom 26.Juni 2007

Pinocchio begeistert
Jung und Alt

Pinocchio (an der Hand von Puppenspielerin Birgit Schuster) hat gelogen und schon wird seine Nase ellenlang. Die Fee mit den blauen Haaren (Heide Kalisch) und der Baum (Andreas Dobberkau) lachen ihn aus. Foto: Theater Vorpommern
Pinocchio (an der Hand von Puppenspielerin Birgit Schuster) hat gelogen und schon wird seine Nase ellenlang. Die Fee mit den blauen Haaren (Heide Kalisch) und der Baum (Andreas Dobberkau) lachen ihn aus. Foto: Theater Vorpommern

 
Am Sonntag feierte "Pinocchio" mit seinen Abenteuern in der Klosterruine Premiere. Kinder und Erwachsene lieben die freche Holzpuppe.

Von CORNELIA MEERKATZ

Eldena. Aus einem Stück Holz wird in diesem Sommer in der Klosterruine Eldena Pinocchio zum Leben erweckt. Bevor es jedoch soweit ist und der siebenjährige Paul Blumentrath als Pinocchio aus Fleisch und Blut lustig singend und tanzend über die Bühne springt, vergehen (inklusive einer 15-minütigen Pause) fast zwei Stunden. In dieser Zeit muss die liebenswert-freche Holzpuppe Abenteuer ohne Ende bestehen, denn natürlich kommt der Kleine erst einmal vom rechten Weg ab. Fuchs und Katze stehlen ihm sein Geld, das er vom Direktor des lustigen Puppentheaters bekommt. Im verführerischen

Spieleland wird er zu einem Esel. Dann wird auch noch sein Papa Geppetto von einem Wal verschlungen. Zum Glück hat er in der Grille und der Fee mit den blauen Haaren gute Freunde.
Zur Premiere am Sonntag bejubelten die kleinen und großen Zuschauer im altehrwürdigen Klostergemäuer neben Puppenspielerin Birgit Schuster auch die Schauspieler des Theaters Vorpommern, die mit vielen witzigen Ideen selbst noch einmal zu Kindern werden. So ist es einfach köstlich, Andreas Dobberkau als Wanduhr und betagten Baum zu erleben. Auch Katja Klemt rührt als Polizistin, Rabe und Killerkaninchen zu Lachtränen. Jan Bernhardt als Papa Geppetto scheint für dieses Familienstück zudem eine Idealbesetzung zu sein, denn die Herzen der kleinen Zuschauer flogen ihm regelrecht zu. Die phantasievollen und farbenfrohen Kostüme von Ines Nadler machen das Stück auch optisch zu einem Hingucker. Matthias Nagatis, der "Pinocchio" inszenierte, gelingt mit der Aufführung die gekonnte Verbindung von Schauspiel und Puppenspiel, denn Pinocchios Abenteuer sind für die kleinen Zuschauer nicht nur spannend, sondern auch überaus lehrreich, ohne

den berühmten Zeigefinger zu bemühen.
Die Klosterruine in Eldena erweist sich einmal mehr als ideale Openair-Kulisse. Gut 150 Zuschauer können mit jeder Vorstellung Pinocchio sehen. Einziger Wermutstropfen bei der Aufführung: Das Theater Vorpommern hat immer noch keinen gültigen Vertrag mit Petrus. Prompt ließ der es zur Premiere erst tröpfeln und dann richtig schütten. Doch die kleinen Gäste hielten ebenso wie die Schauspieler tapfer durch. "Pinnocchio ist Klasse, da geht man doch nicht", meinten Gretchen aus Dresden und Jean aus Kiel. Damit aber bei dem regnerischen Wetter der nächsten Tage niemand mit einer Erkältung die Aufführung verlässt, wird "Pinocchio" morgen, am Mittwoch und am Donnerstag jeweils um 10 Uhr nicht in der Klosterruine seine Abenteuer bestehen, sondern im Theater Vorpommern. Das hat den Vorteil, dass auch kurzentschlossene Eltern oder Kindergartengruppen noch ein Plätzchen finden.
Weitere Vorstellungen in der Klosterruine Eldena:
1. Juli - 11 und 16 Uhr; 13. Juli - 16 Uhr; 14./15. Juli 11 und 16 Uhr; 22. / 29. Juli und 5. August jeweils 11 Uhr
Preise: 4,50 Euro Kinder; 8,50 Euro Erwachsene

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